Monteraponi - Radda

Es gibt einige, wenige reinsortige Sangiovese, die so seidig und fein sein können wie ein großer Pinot Noir. Im Chianti Classico ist dies der immer noch eher unbekannte Baron’ Ugo von Monteraponi. Zu Anfang war der Baron’ Ugo eine Auskoppelung der besten und ältesten Reben aus der Riserva Il Campitello. Der Baron’ Ugo wurde damals ebenfalls als Riserva abgefüllt und stand in der Hierarchie über dem Campitello. Seit einigen Jahren benutzt Michele Braganti für seinen Baron’ Ugo nun Burgunderflaschen und lässt ihn auch nicht mehr als Chianti Classico etikettieren, Toscana rosso genügt. Als wir Michele vor über 10 Jahren erstmals begegneten, waren seine Weine vollkommen unbekannt. Die einfache Chianti Classico Annata war bereits unglaublich verführerisch und feingliedrig. Kein Barrique, kein Cabernet und kein Merlot. Die Stilistik von Monteraponi war schon immer die eines sehr authentischen, extrem klassisch ausgerichteten Chianti Classico. Dazu zählen eine helle Farbe ebenso wie eine feine Säure, die der Duftigkeit und Eleganz des Sangiovese eine Bühne bietet. Für die Seidigkeit der Gerbstoffe benötigt es aufmerksame Weinbergsarbeit und daraus resultierend, perfekt reife Trauben. Michele bepflanzte auch einige Parzellen neu mit verbessertem Klonmaterial und schwachwüchsiger Unterlagsrebe. Mit den Jahren wurden die Weine von Monteraponi immer bekannter, für italienische Sangiovese-Puristen ist es heute einer der absoluten Top-Erzeuger. Bei der Chianti Collection in Florenz ist Micheles Stand mittlerweile einer der am besten frequentierten, mit Trauben von Verkostern drum herum….einfach eine schöne Metapher. Mit dem Jahrgang 2013 wurden die Weine von Monteraponi erstmals positiv bei Robert Parker’s Wine Advocate bewertet. Der Baron’ Ugo 2015 wurde vom Fass mit (93-95) bewertet und kommt im Frühjahr 2019 auf den Markt. Vom aktuellen 2013er Baron’ Ugo haben wir nur noch ein paar Magnums anzubieten.

Michele Bragantis Vater baute in Florenz einen florierenden Handel auf und belohnte seine Familie 1973 mit dem Kauf von Monteraponi bei Radda - einem alten, wenige Häuser umfassenden Borgo, der im Jahre 998 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Bis 1997 wurden die Weinberge verpachtet, dann kümmerte sich Michele um Monteraponi. Er ersetzte den ausgemergelten Rebbestand mit 90% Sangiovese und den klassischen Sorten Canaiolo, Colorino und Ciliegiolo. Sein Freund Daniele Rossellini, der damalige Oenologe beim Konsortium des Chianti Classico ist, half ihm anfänglich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zuvor arbeitete Daniele einige Jahre als Kellermeister auf dem berühmten Weingut Case Basse, wo der damalige Pionier Gianfranco Soldera in den 80ern das schlummernde Potenzial Montalcinos erweckte. Hier lernte Daniele den einflussreichsten Oenologen für Sangiovese kennen, Giulio Gambelli. Gambelli ist legendär. Er wird bewundernd Maestroassaggiatore genannt, ‚Meisterverkoster’. Er schuf unzählige große Weine aus Sangiovese – immer klassisch, immer auf Harmonie beruhend. Diese Maxime machte sich Daniele zu eigen und konnte sie bei Monteraponi in beeindruckender Weise einbringen. Vergoren wird in klassischen Zementtanks mit langer Maischestandzeit, ohne Temperaturkontrolle. Dadurch gewinnen die Monteraponi-Weine außerordentlich feine und ausgewogen verteilte Tannine. Die Reifung findet hauptsächlich in großen Holzfässern von 22,5 HL statt. Im Keller eines der alten Steingebäude auf Monteraponi reifen die Weine in Ruhe und Abgeschiedenheit. Im hervorragenden Jahrgang 2007 war die Produktion der 9,5 Hektar von Monteraponi auf 18.000 Flaschen beschränkt. 



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Monteraponi - Radda

Es gibt einige, wenige reinsortige Sangiovese, die so seidig und fein sein können wie ein großer Pinot Noir. Im Chianti Classico ist dies der immer noch eher unbekannte Baron’ Ugo von Monteraponi. Zu Anfang war der Baron’ Ugo eine Auskoppelung der besten und ältesten Reben aus der Riserva Il Campitello. Der Baron’ Ugo wurde damals ebenfalls als Riserva abgefüllt und stand in der Hierarchie über dem Campitello. Seit einigen Jahren benutzt Michele Braganti für seinen Baron’ Ugo nun Burgunderflaschen und lässt ihn auch nicht mehr als Chianti Classico etikettieren, Toscana rosso genügt. Als wir Michele vor über 10 Jahren erstmals begegneten, waren seine Weine vollkommen unbekannt. Die einfache Chianti Classico Annata war bereits unglaublich verführerisch und feingliedrig. Kein Barrique, kein Cabernet und kein Merlot. Die Stilistik von Monteraponi war schon immer die eines sehr authentischen, extrem klassisch ausgerichteten Chianti Classico. Dazu zählen eine helle Farbe ebenso wie eine feine Säure, die der Duftigkeit und Eleganz des Sangiovese eine Bühne bietet. Für die Seidigkeit der Gerbstoffe benötigt es aufmerksame Weinbergsarbeit und daraus resultierend, perfekt reife Trauben. Michele bepflanzte auch einige Parzellen neu mit verbessertem Klonmaterial und schwachwüchsiger Unterlagsrebe. Mit den Jahren wurden die Weine von Monteraponi immer bekannter, für italienische Sangiovese-Puristen ist es heute einer der absoluten Top-Erzeuger. Bei der Chianti Collection in Florenz ist Micheles Stand mittlerweile einer der am besten frequentierten, mit Trauben von Verkostern drum herum….einfach eine schöne Metapher. Mit dem Jahrgang 2013 wurden die Weine von Monteraponi erstmals positiv bei Robert Parker’s Wine Advocate bewertet. Der Baron’ Ugo 2015 wurde vom Fass mit (93-95) bewertet und kommt im Frühjahr 2019 auf den Markt. Vom aktuellen 2013er Baron’ Ugo haben wir nur noch ein paar Magnums anzubieten.

Michele Bragantis Vater baute in Florenz einen florierenden Handel auf und belohnte seine Familie 1973 mit dem Kauf von Monteraponi bei Radda - einem alten, wenige Häuser umfassenden Borgo, der im Jahre 998 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Bis 1997 wurden die Weinberge verpachtet, dann kümmerte sich Michele um Monteraponi. Er ersetzte den ausgemergelten Rebbestand mit 90% Sangiovese und den klassischen Sorten Canaiolo, Colorino und Ciliegiolo. Sein Freund Daniele Rossellini, der damalige Oenologe beim Konsortium des Chianti Classico ist, half ihm anfänglich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zuvor arbeitete Daniele einige Jahre als Kellermeister auf dem berühmten Weingut Case Basse, wo der damalige Pionier Gianfranco Soldera in den 80ern das schlummernde Potenzial Montalcinos erweckte. Hier lernte Daniele den einflussreichsten Oenologen für Sangiovese kennen, Giulio Gambelli. Gambelli ist legendär. Er wird bewundernd Maestroassaggiatore genannt, ‚Meisterverkoster’. Er schuf unzählige große Weine aus Sangiovese – immer klassisch, immer auf Harmonie beruhend. Diese Maxime machte sich Daniele zu eigen und konnte sie bei Monteraponi in beeindruckender Weise einbringen. Vergoren wird in klassischen Zementtanks mit langer Maischestandzeit, ohne Temperaturkontrolle. Dadurch gewinnen die Monteraponi-Weine außerordentlich feine und ausgewogen verteilte Tannine. Die Reifung findet hauptsächlich in großen Holzfässern von 22,5 HL statt. Im Keller eines der alten Steingebäude auf Monteraponi reifen die Weine in Ruhe und Abgeschiedenheit. Im hervorragenden Jahrgang 2007 war die Produktion der 9,5 Hektar von Monteraponi auf 18.000 Flaschen beschränkt. 

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