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kraftvoll-wuchtiger Sangiovese mit Körperreicher Struktur
Der Eleonora 2016 besteht vorwiegend aus Sangiovese mit ein wenig Merlot. Beide wurden über etwa 12 Monate in gebrauchten Barriques gereift und vor der Abfüllung in eine stimmige Assemblage komponiert. Der 2016er Eleonora hat eine dunkle, dichte Farbe. Er ist deutlich konzentrierter, dichter und reifer vom Lesegut her, als es der 2015er war. So zeigt sich der 2016er Eleonora mit ausgezeichneter Würze, sowie sehr guter Fülle und Intensität im Geruch aus. Auch aromatisch wirkt er deutlich dunkelfruchtiger, dabei weniger floral und sogar noch jugendlich verschlossen, insbesondere in der Magnum. Sehr druck- und kraftvoll im Mund, entwickelt er eine dicht strukturierte, ungemein körperreiche Mitte, die viel Extraktschmelz und eine kernig-wuchtige Ansprache anzeigt. Kompakt, gerbstoffbetont und männlich zupackend entfaltet der Eleonora 2016 eine konzentrierte, vielschichtige Architektur am Gaumen, mit intensiv-vertikaler Ausrichtung und durchaus noblen Gerbstoffen. Der Eleonora 2016 in der Magnum ist ein sehr guter, kompromißlos trockener Charakterwein, der Liebhaber anspricht, die fruchtige Rotweine eher als störend empfinden. Eigentlich erscheint er wie ein schlankerer Brunello-Typ …benötigt große Burgundergläser. 14,5 % Alkohol.
eine schlanke Brunello-Ausgabe
| Alkoholgehalt: | 14,5% vol. |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Latium |
| Ausbaubehältnis: | gebrauchte Barriques |
| Bio-Zertifizierung: | IT - Bio - 006 |
| Eigenbewertung: | 89+ / 100 |
| Füllmenge: | 1500 ml |
| Gärung: | Mischung aus Spontangärung und Reinzuchthefe |
| Herkunftsland: | Italien |
| Jahrgang: | 2016 |
| Mundgefühl: | mittel-gewichtig |
| Rebsorte/n: | Merlot, Sangiovese |
| Trinktemperatur: | 18 °C |
| Verschluss: | Naturkork |
| Weinstil: | trocken |
| Weintyp: | Bio - Zertfiziert, Rotwein |
| sonstige Angaben: | enthält Sulfite |
hoch qualitative Weine vom Lago di Bolsena
Vor vielen Jahren verliebten sich Fritz Metzeler und seine Frau Mocca in die malerische Gegend um den Lago di Bolsena im Lazio, nördlich von Rom. Lange vor den Römern schufen die Etrusker hier bedeutende Kulturdenkmäler und begannen den Weinanbau zu kultivieren. Die Metzelers kauften ein Anwesen bei Grotte di Castro und formten über die Jahre eine echte Fattoria, die Villa Caviciana. Hier werden hochwertige Weine, Olivenöl, Honig, sowie Fleisch- und Wurstwaren von Mangalitza-Wollschweinen und Zackelschafen aus eigener Zucht erzeugt. Mit hohem Qualitätsanspruch verwertbare autochtone Rebsorten gibt es in dieser Region nicht. Daher wurden die 17 Hektar Reben mit internationalen Sorten und Sangiovese bestockt. Mit den Weißweinen des Jahrgangs 2014 und den Rotweinen von 2013 beginnt eine neue Qualitätsphilosophie bei der Villa Caviciana. Mit großen Anstrengungen wurden die verschiedenen Weine verbessert und ihr Profil geschärft. Dabei entstanden zwei neue Abfüllungen, die besonders gelungen erscheinen: Der weiße Char Ma und der rote Luccicarlo. Der Weißwein Char Ma entstand aus der Verschmelzung von zwei grundsätzlich unterschiedlichen Rebsorten: Chardonnay und Manseng, genauer gesagt Petit Manseng. Letzterer dürfte nur aufmerksamen Loire-Weintrinkern bekannt sein.

spannende internationale Rebsorten von besonderer Aromatik
Petit Manseng wurde bei der Villa Caviciana im Versuchsanbau gesetzt. Seine grünlich-kräuterwürzigen Aromen verbinden sich mit der gelblich-reif ausgerichteten Frucht des Chardonnay zu einem sehr interessanten Spektrum, der für italienische Verhältnisse ungewöhnliche Tiefe und Frische in sich trägt. Dezente Honignuancen, vollreife Quitte, etwas Schmelz vom Holzfassausbau in einem gebrauchten 500-Liter-Tonneau und eine mineralisch-feste Struktur von den Vulkanböden. Der Char Ma erinnert verblüffend an den dreimal teureren Cervaro della Sala von Antinori aus Umbrien. Mit Sicherheit einer der charaktervollsten Weißweine Italiens. Die schimmernde Spiegelung des Sonnenlichts auf dem See stand Pate bei der Namensgebung des Luccicarlo, denn »luccicare« ist das italienische Wort für schimmern. Auch dieser eigenständige Rotwein wurde aus zwei sehr gegensätzlichen Rebsorten komponiert: Tannat und Sangiovese. Die Sorte Tannat ist im französischen Südwesten beheimatet. In Madiran wird Tannat beispielsweise reinsortig ausgebaut. Es ist eine farbintensive, tanninreiche Rebsorte. Gemeinsam mit dem Sangiovese ergibt sich ein sehr charaktervoller, eigenständig würziger Rotwein, der über 12 Monate in Barriques gereift wurde.
